Große Polenfahrt 2014

Eine spannende Kanureise vom 29.05. bis 20.06.2014 durch Polen!

Mit dem Kanu-Club Marbach in 16 Paddeltagen und 609 km von Serpelice am Bug über die Narew, Weichsel und Nogat nach Marienburg.

Die Anreise von Marbach mit dem Auto bis zu dem Startort Serpelice teilten wir in 2 Tagestouren ein. Wir übernachteten unterwegs in Posen in einer Pension.
Am Startort übernachteten wir in der Pension Ostoja, wo wir auch unsere Autos für die Zeit unserer Reise sicher parken konnten.
Am 1. Paddeltag den 31.05.2014 sind wir von Serpelice bis Zajeczniki gepaddelt, wo wir nach 32 Km auf der rechten Uferseite einen schönen Platz zum Biwakieren fanden.
Der zweite Tag brachte mit starkem Gegenwind, über 43 Km für die 9 Teilnehmer dieser Tour, die erste Herausforderung. Es gab zur Belohnung wieder eine schöne Biwakstelle auf der linken Uferseite gegenüber von dem kleinen Dorf Lokie.
Am dritten Tag hatten wir in dem Dorf Nur eine gute Möglichkeit, direkt am Fluss am Haus eines Anglers unsere Wasservorräte wieder aufzufüllen und weitere Verpflegung in einem in der Nähe befindlichen Laden zu kaufen.
Nach weiteren drei Tagen erreichten wir die Mündung des Bugs in die Narew und gleichzeitig den großen Narew Stausee, der  nördlich von Warschau gelegene Zalew Zegrzyński. Den Staudamm mussten wir auf der rechten Seite umtragen.  Diese Aktion bei 30 Grad Wärme war sehr anstrengend. Die nächste Übernachtung war bei den Anglern von Czarnowo,  wo wir nicht nur durch einen netten Platzwart begrüßt wurden, sondern sich unsere Ankunft auch bei Myriaden von Moskitos herumgesprochen hatte. Zum Trost konnten wir uns in einem nahe liegen Einkaufsladen, auf Polnisch Sklep, mit festen und flüssigen Stimulanzien versorgen. Die Versorgungsmöglichkeiten bei einer so langen Kanutour sollten bei der Planung sehr genau überlegt werden. Der Vorteil in Polen ist, dass es in fast jeder kleinen Ansiedlung noch einen Laden gibt.
 Am Tag darauf, begrüßte uns,  bei der Stadt Nowy Dwór Mazowiecki, die Weichsel. Nach 30 Km auf der Weichsel bei Czerwińsk, genossen wir den Rest des Tages bei wunderschönem Wetter auf einer Insel mit Sandbank,  wo wir unsere Zelte aufbauten und beim Lagerfeuer mit der untergehenden Sonne meditierten.
Die Reise führte uns am nächsten Tag bis Płock, wo wir im Gästehaus vom Ruderverein Plockie Towarzystwo Wioslarskie vorzüglich übernachteten. In der Stadt Płock wurde noch ausgiebig gegessen, getrunken und geschoppt, um für den nächsten anstrengenden Tag fit zu sein.
An unserem 9. Paddeltag, den 8. Juni,  wartete der 45 Km lange Stausee von Włocławek auf uns.
Um 6 Uhr morgens starteten wir hochmotiviert, um den Kampf mit Wind und Wellen aufzunehmen.  Bis zum frühen Nachmittag erreichten den Hafen vom Yachtclub Anwil bei Zarzeczewo, wo wir uns beim Siegerehrungsumtrunk  einer Regatta erholten. Der Club liegt kurz vor dem Stauwerk auf der rechten Seite und hat eine schöne Wiese wo wir unsere Zelte zum Übernachten aufbauten.
Nach einigen Telefonaten mit den Verantwortlichen der Stauwerksschleuse von  Włocławek, wurden wir am nächsten Tag um 11Uhr geschleust. In Włocławek konnten wir uns mit Proviant für die nächsten Tage versorgen. An diesem Tag, es war Pfingstmontag, paddelten wir noch bis zu einer sehr markanten Burgruine bei Bobrowniki. Im Schatten der Burg konnten wir unsere Zelte aufbauen und uns in der Weichsel, an einer herrlichen Badestelle, von der Anstrengung der letzten Tage erholen.
Am nächsten Tag erreichten wir Torun, die Heimatstadt von Nikolaus Kopernikus.  Die Altstadt ist als UNESCO Weltkulturerbe sehenswert. Wir besichtigten die Stadt und genossen auch die vielen lukullischen Einrichtungen ausgiebig, während auf unsrem Übernachtungsplatz beim Ruderverein ein Moskitokonvent stattfand.
Auf dem Weg nach Norden führte uns die Weichsel an weiteren interessanten und geschichtsträchtigen Städten wie Bydgoszcz (Bromberg), Chelmno (Kulm) und Grudziadz  (Graudenz) vorbei. Auf dieser Strecke hat die Weichsel eine imposante Breite von 400 bis 600 Meter, starke Versandungen,  keine Inseln und keinen Schiffsverkehr.
 In der Nähe von Bromberg, Swiecie und Nowe fanden wir gute Biwakplätze am Fluss, der uns am 15. Juni bis Biala Góra führte. Bei Biala Gora zweigt die Nogat, ein Nebenarm der Weichsel, nach rechts Richtung Frischem Haff- polnisch Zalew Wiślany ab. Auf der Nogat mussten noch 2 Schleusen durchfahren werden,  bis wir am 16. Tag auf Wasser, bei starkem Gegenwind auf den letzten 3 Etappen, nach 609 Km glücklich Malbork (Marienburg) unser Ziel erreichten.
Helmut Klein

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