Bodensee-Woche 2015

In der ersten  Augustwoche organisierte unser Mitglied Henno de Kleer für den Kanuverein Marbach eine Ausfahrt auf den Bodensee.

Die meisten der Teilnehmer machten es sich schon am Freitagabend gemütlich auf dem Gelände des Kanuvereins Singen in Iznang, da es nicht als Wanderfahrt, sondern als Ausfahrt mit diesem festen Standplatz geplant war.


Am Samstagmorgen starteten bereits die Frühaufsteher von dort bei leichtem Regen Richtung Schaffhausen, der Rest erst ab ca. 11:30 Uhr bei aufklarendem Wetter vom Sportbootclub in Öhningen am Anfang des Hochrheins. Schnell hatten wir das schöne Stein am Rhein erreicht – und durch starke Strömung - leider auch schnell passiert. Der Rhein führte hier noch viel Wasser aufgrund des Regenfalls der letzten Nacht. Dadurch war Vorsicht geboten bei Annäherung an die Wiffen (so heißen hier die Baken, also die Begrenzungen der Fahrrinnen). So paddelten wir mal schneller mal langsamer den Rhein abwärts durch das schöne Schweizer-Deutsche Grenzgebiet. Unterwegs machten wir kurz Bekanntschaft mit einem großen (aufblasbaren) Hai, welcher zum Glück angebunden war. Schnell erreichten wir unseren Pausenplatz, den Badestrand der Gemeinde Gailingen. Kurz bevor wir weiter paddeln wollten, wurden wir freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass wir Paddler uns unerlaubt auf dem Badestrand der Gemeinde aufhalten (Tipp: ca. 100 Meter nach dem Badestrand gibt es einen offiziellen Ausstieg). Und so stiegen wir wieder in unsere Kajaks und waren schnell wieder auf dem Hochrhein unterwegs. Bei Diessenhofen fuhren wir unter der schönen, überdachten Holzbrücke durch. Langsam kamen wir in Richtung Schaffhausen, vorbei an Deutschlands einziger Exklave Büsingen.
Da dort die Fahrzeuge direkt am Rhein geparkt werden konnten, waren alle Booten recht schnell aus dem Wasser heraus geholt und verladen.

Am Sonntagmorgen paddelten wir in Richtung der Insel Reichenau los. Der See war zu dieser Zeit fast glatt, das war einfach ein schönes Panorama. Nach einer Überquerung von fast 6 Km machten wir an einem Badestrand halt um die leeren Mägen zu füllen. Danach ging es wieder aufs Wasser um die Insel Reichenau zu umrunden. Einige blieben jedoch am Badestrand um das schöne Wetter zu genießen. Bei den herrschenden hochsommerlichen Temperaturen war es richtig angenehm gegen den Wind anzufahren. Auf der Rückseite der Reichenau fuhren dann logischerweise mit den Wind, das war dann nicht mehr angenehm. Am Badestrand holten wir die badenden Vereinskameraden ab und paddelten wieder zurück zu unserem Standort am Kanuverein Singen. Dort angekommen  waren alle froh wieder zurück zu sein, da das hochsommerliche Wetter doch recht anstrengend gewesen war.

Montags sind wir in Richtung Naturfreunde-Haus Markelfingen am Zellersee gestartet,  dabei sind wir entlang der Liebesinsel und der idyllischen Halbinsel Mettnau vorbei gepaddelt. Das klare Wasser des Bodensees begeisterte alle immer wieder neu. Nachdem  wir den Zellersee umrundet und den Aussichtsturm auf der Mettnau besucht hatten, kehrten wir beim Naturfreunde-Haus ein, um dort lecker zu essen. Wieder in den Booten auf dem See haben wir noch gemütlich ein paar Kenterübungen absolviert. Dabei mussten wir leider feststellen, dass noch einige Trainingsstunden für die sichere Beherrschung der  Kenterrolle nötig sind. Nach einiger Zeit haben wir uns wieder auf den Weg zurück gemacht.

Nach 2 Tagen auf dem Untersee und dem Zellersee, waren sich am Dienstag alle einig, dass wir uns auf den Überlinger See wagen sollten und so machten wir uns auf den Weg nach Wallhausen. Im Hafen setzten wir unsere Kajaks ein. Geplant war eine zügige Fahrt in Richtung Bodman, da für den späten Nachmittag schlechtes Wetter vorhergesagt worden war. Also fuhren wir dicht entlang der Steilwand, die mehrere hundert Meter tief senkrecht in den Bodensee abfällt. Währenddessen konnten wir von dort die schöne Uferlandschaft am Überlinger See betrachten. Nach einigen Kilometern gingen die am Bodensee überall aufgestellten Sturmwarnleuchten mit 40 Blitzen pro Minute an, daraufhin wurden wir dann doch etwas unruhig. Wir hatten jedoch Glück und ein Wasserschutzpolizeiboot lag nur wenige Meter von uns entfernt vor Anker. Nach einem netten Gespräch mit den Polizisten wurde uns Entwarnung gegeben und solange wir in Ufernähe weiter paddelten, durften wir auf dem Wasser bleiben. Eine kurze Pause in der Nähe von Bodman, nutzten wir für einen Steinhüpf-Wettbewerb. Gewinner Ralf mit 8 Hüpfern scheiterte „nur knapp“ am Weltrekord von 88 Hüpfern. In der Ferne kündigte sich jetzt das schlechte Wetter an und so machten wir uns wieder auf den Rückweg. Ein kurzer Stopp an der Marienschlucht folgte. (Der Besuch war leider nach einem Erdrutsch im Frühjahr nicht möglich). Nach einem weiteren kurzen Stopp am Teufelstisch, an welchem Alex ausgestiegen war, um kurz mit den Piraten des Bodensees Bekanntschaft zu machen, erreichten wir rechtzeitig wieder unsere Einsatzstelle in Wallhausen. Die Boote hatten wir schnell auf dem Anhänger verladen und gerade als wir fertig waren fing es leicht an zu regnen.

Am Mittwoch sind wir in Richtung Meersburg gefahren,-  die Boote wurden in Litzelstetten bei einem Jugendzeltplatz eingesetzt, ein richtig toller Einstiegsplatz, direkt hinter der Insel Mainau. Bei sommerlichen Temperaturen starteten wir die Tour, entlang der schönen Blumeninsel Mainau. Kurz nach der Mainau überquerten wir den Überlinger See. Auf halber Strecke machten wir Bekanntschaft mit sehr großen Wellen, welche wir auf dem Neckar so noch nicht erlebt hatten, aber es machte riesigen Spaß. Kurz vor Meersburg mussten wir die viel befahrene Fährstrecke beachten und diese im richtigen Moment passieren. Bei Meersburg angekommen fanden wir eine schöne Anlegestelle und haben dann die Stadt besichtigt. Gemeinsam sind wir über das Uhldinger Pfahlbaumuseum zurück nach Litzelstetten gepaddelt. Am Abend kamen Jürgen, Christa und Helmut an, diese legten gleich eine Faltbootaufbauvorführung hin.

Am nächsten Tag fuhren wir früh zu neunt in Richtung Schaffhausen los. Der See war wieder spiegelglatt um diese Zeit. Bei Öhningen trafen wir dann unsere anderen Paddler und nutzten dies für eine kurze Pause. Im Vergleich zu vergangenem Samstag hatten sich die Wasserverhältnisse erheblich geändert, es war kaum oder keine Strömung vorhanden und wir hatten sehr wenig Wasser, sodass man öfter mal Bodenkontakt hatte. Die Schweizer hatten an diesem Tag einen Feiertag, sodass sowohl an den Kiesbänken entlang des Hochrheins, als auch auf dem Wasser einiges los war. Diesmal machten wir wieder kurz nach Gailingen Pause, an der bereits erwähnten Stelle nach dem Badestrand. Da es sehr heiß war an diesem Tag führte der erste Weg aus den Kajaks in die Badekleidung und dann ins kühle Nass. Nach dieser Pause paddelten wir „ins“ Paradies, einem kleinem Örtchen kurz vor Schaffhausen. Die Fahrer holten ihre Fahrzeuge und die meisten gönnten sich noch eine kleine Abkühlung im Rhein. Nach dieser schönen Tour sind wir abends im Nachbarort Moos Pizza essen gegangen.

Unseren letzten Tag haben wir dadurch entspannt beendet, dass wir beschlossen, kurz zur Insel Reichenau zu paddeln um dort am Strand eine längere Pause zu machen.
Alle Teilnehmer waren einstimmig der Meinung, dass es eine gelungene Woche war! Insgesamt waren in dieser Zeit bis zu sechzehn KCM’ler bei schönem, manchmal vielleicht sogar zu heißem Wetter unterwegs.

Henno de Kleer


Die nachfolgenden Bilder vermitteln einen kleinen Eindruck von dieser Bodensee-Sommertour des KCM ...

  • 01a_Gruppenfoto Hochrhein 1e Tag
  • 02_Untersee Richtung  Insel Reichenau 2e Tag
  • 04_2015-08-04 alex_piraten
  • 05a_Insel Mainau Gruppenbild 5e Tag
  • 05b_Meersburg 5e Tag
  • 05c_Zusammenbau Faltkajak 5e Tag
  • 06a_Hai am Hochrhein 6e Tag
  • 06b_Hochrhein 6e Tag

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