Hochwassersicherheit ist für Areal und Material des KCM sehr wichtig!

Helmut Klein erklärte den anwesenden Mitgliedern die Vorgehensweisen für den Fall der Fälle.

Der letzte dieser Art war am 2./3. Juni 2013 ...

Wie in unserem Jahreskalender ersichtlich fand am 21.2.2016 eine Information über Maßnahmen bei Hochwasser statt.
Helmut Klein präsentierte sehr anschaulich und ausführlich die notwendigen Schritte !
Insgesamt zeigten 18 Teilnehmer ihre Verbundenheit gegenüber dem Club durch ihre rege Teilnahme. Vom  Jüngsten (Maximillian, 10 J.) bis zu Helga, unserer geschätzten Seniorin, war alles vertreten.
An diesem Tag hatten wir einen Pegel von 1,80m. Unser letztes, sehr arbeitsintensives Hochwasser war Anfang Juni 2013.

Für die Hochwassergefährdung unseres Geländes ist natürlich zunächst nur der Neckar verantwortlich, aber es kommen verschiedene Faktoren zusammen, wie z.B. die Pegelstände vom Neckar in Plochingen, der Rems in Schorndorf und auch der Pegel der Murr, obwohl die erst flußabwärts mündet. Die Hochwassergefahr steigt z.B., wenn der Pegel Plochingen 3 Meter erreicht hat. Wenn dann zusätzlich noch Regen oder Schneeschmelze dazukommt, kann der Pegel sehr, sehr schnell ansteigen.
Zu dem Zeitpunkt ist die Schiffahrt allerdings schon eingestellt und auch für uns Paddler gilt FAHRVERBOT!

Im Einsatzfall wird so vorgegangen:
Ein Mitglied vor Ort übernimmt die Telefonkette (Angelika Schröder wurde vorgeschlagen). Die Verteilung der Info geht natürlich auch über Whats App-Gruppen und Anrufe untereinander!
Alle Mitstreiter kommen dann mit Gummistiefeln, wasserfester Kleidung, guten stabilen Besen, Schaufel, Spaten, Hochdruckreiniger evtl. und Gurt fürs eigene Boot... was man hat bitte mitbringen!
Problematisch ist, daß in unserem Vereinsgebäude innen das Sickerwasser hochkommt, sobald außen der Boden unter Wasser steht.
Daher muß an der mittleren Eingangstür die helle Holzplatte herausgenommen werden, damit die Pumpe (in der kleinen Kammer links in der grauen SOS Kunststoffkiste) in die Aussparung gestellt werden kann. Die Abschottungen für die Türen (ebenfalls in der kleinen Kammer) werden an die Schienen geschraubt und der Schlauch darüber nach außen gelegt.
Der Hauptstromkasten (links in der Ecke neben der kleinen Kammer) von dem aus auch das Sanitärgebäude und die Bootshalle versorgt werden, ermöglicht gezieltes Abschalten einzelner Bereiche! Die Stromleitungen in den Gebäuden sind allerdings überall über dem bisherigen Höchst-Pegel angebracht.
Als weitere Vorsichtsmaßnahme alles vom Boden auf die Tische stellen, insbesondere Elektrogeräte (Herd, Kühlschrank etc.)!
Im Sanitärgebäude, das ja als Neubau bereits hoch genug steht, sind keine Maßnahmen erforderlich, außer wenn darunter etwas rumstehen sollte.
In der Bootshalle werden die unterste Lage Boote auf Anhänger geladen und gesichert! Gurte sind ausschließlich für diese Maßnahme angeschafft worden! Sollte die Zufahrt nicht mehr möglich sein müssen die Anhänger auf dem Parkplatz beladen werden und dann an einen abzusichernden Ort gebracht werden! Die nächste Möglichkeit ist im Hof bei Jürgen H. Wer sein Boot selbst mit nach Hause nimmt, muß Bescheid geben, damit es nicht gesucht wird. Boote der zweite Lage werden dann auf die obersten Plätze in der Bootshalle gelegt.
Alles auf dem Boden befindliche ebenfalls hochstellen -bzw. in die oberen Vereinscanadier legen. Rasenmäher und zugehörige befüllte Kanister etc. müssen ebenfalls hochwassersicher untergebracht werden!
Die Flutklappen der Halle sind dann zu öffnen und außen fest einzuhängen.
Wenn die Flutwelle durch ist, ist es wichtig, dass das ablaufende Wasser sofort genutzt wird um gleich Schlamm und Dreck mit rauszukehren, damit sich dies nicht festsetzen kann.
Die Boote selbst können erst nach ein paar Tagen wieder an ihren alten Platz gebracht werden, da evtl. ein erneutes Hochwasser abgewartet werden muß.

Auf ein Hochwasserfreies Paddeljahr! (zumindest in unseren Gebäuden)
Angelika Schröder
Pressewartin