Oster-Ausfahrt zur Soca und Koritnica

Wildwasser-Ostern an der Soca!  Aber nicht nur die Soca, nein, auch auf der Koritnica wurde dies lange Feiertags-Wochenende zu ausgiebigem Paddeln genutzt! Hier der Bericht ...

 Ausfahrt ins Wildwasser-Paradies Slowenien

Um dieses Jahr nicht wieder mit zuwenig Wasser den Fluss abwandern zu müssen, entschieden wir uns, nicht in das schon wärmere Südfrankreich zu fahren, sondern in die julischen Alpen nach Slowenien.
Es lockten die kristallklaren Gebirgsflüsse Soca und Koritnica welche schon echte Paddelklassiker sind. In diesem Paddelrevier sind alle Schwierigkeitsstufen vertreten und Paddeltouren lassen sich fast beliebig kombinieren, sodass für jedermann etwas dabei ist.
Los ging es am Karfreitag in aller Herrgottsfrühe, sodass wir noch vor der Mittagszeit (also noch bei Sonnenschein) die Zelte auf unserem Campingplatz „Camp Toni“ in Bovec aufschlagen konnten. Direkt danach wurde die erste Tour in Angriff genommen.
Für den Anfang wählten wir die Strecke ab der 3ten Soca-Klamm bis zur schönen Ortschaft Cesoca. Wildwasser 2-3 versprachen eine ruhige Tour zum Einpaddeln für die Deutsch-Amerikanische Paddlergruppe, bestehend aus den Paddlern Jenny, Marcel, Micha und Max, zumal Jenny von Max in einem Topo-Duo während einer Eingewöhnungsphase das Wildwasserpaddeln näher gebrachte wurde.
Direkt nach dem Einstieg kommt die erste Schlüsselstelle: Der Frauenschlucker. Gewusst wie, kann man diese Stelle elegant meistern. Danach folgt eine gemäßigte Wildwasserstrecke. Bei der Ortschaft Bovec, direkt an unserem Campingplatz, mündet die Koritnica in die Soca und bringt nochmals deutlich Wasser mit. Danach ging es auf ruhigem Wildwasser weiter bis zu unserem Ausstieg in Cesoca.

Das Wetter spielte am Freitag noch sehr gut mit und wir konnten bei Sonnenschein unsere von Micha selbstgemachten Maultaschen genießen, die Klamotten trocknen und den Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen.
Der Samstag begann deutlich kühler und die Sonne zeigte sich nur noch spärlich. Dieser Wetterlage trotzten wir dennoch und nahmen die zweite Tour des Trips in Angriff. Diesmal stiegen wir auf der Koritnica ein. Dieser Fluss ist der einzige zum Befahren freigegebene Nebenfluss der Soca und reizt durch sein spritziges Wildwasser im Bereich 2-4. Direkt nach dem Einstieg kommt eine Niederklamm gefolgt von leicht verblocktem Wildwasser. Daraufhin zieht sich der Fluss durch die traumhafte Landschaft bevor er nach einer Straßenbrücke in eine Waldschlucht führt.
Kurz vor der Mündung der Koritnica wird es nochmal etwas verblockter und steiler. Danach ging es auf ruhigerem Wildwasser zum Entspannen und Landschaft-genießen weiter bis zur Ortschaft Cesoca.
Am Abend war das Wetter deutlich ungemütlicher, sodass wir uns entschlossen, ein slowenisches Restaurant zu besuchen mit anschließender Saison-Opening-Party beim Prijon-Center in Cesoca.
Der Sonntag begann regnerisch, aber gemütlich. Nach einem Frühstück versuchte man in den Regenpausen die noch vom Vortag nassen Paddelklamotten so weit zu trocknen, dass es nicht ganz unangenehm war wieder in diese einzusteigen. Dies gelang auch, sodass man rasch wieder am Bach war. Aufgrund der guten Erfahrungen vom Vortag stiegen wir wieder an der Koritnica ein, diesmal aber mit dem Ziel, deutlich weiter zu fahren, nämlich bis zum Ende Friedhofsstrecke.
Der Anfang dieser Tour gestaltete sich wie am Vortag bis zur Ortschaft Cesoca, doch diesmal wurde die landschaftlich reizvolle „Hausfrauenstrecke“ gepaddelt. Bei leichtem Regen ging es weiter bis zur Friedhofsstrecke, welche diesen Namen zum Glück nicht wegen vieler hier gestorbener Paddler trägt, sondern aufgrund eines an der Strecke liegenden Friedhofs. Diese Strecke ist dennoch ein wenig sportlicher mit Wildwasser 3-4 und etwas mehr Verblockung als auf den vorangegangenen Strecken. Aber auch diese Strecke meisterten wir gekonnt und konnten infolgedessen ohne größere Zwischenfälle den Abend bei Gulasch (wieder selfmade by Micha) genießen.
Am Montag war für Jenny und Max der Kurztrip leider schon wieder zu Ende und sie mussten Micha und Marcel zurücklassen. Dies hielt Marcel, Micha und Max nicht von einem Early-Bird-Run auf der Koritnica ab. Jenny fand es angenehmer, den nass-kalten Tag im Schlafsack zu beginnen.
Um die Mittagszeit reisten wir dann endgültig wieder ab in die Heimat und brachten wieder unvergessliche Momente von der Soca mit…

Jenny, Marcel, Micha & Max Weckerle (Wildwasserwart)

und hier Bilder aus der Topoduo-Mitpaddler-Perspektive ...

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  • 02_Soca
  • 03_Soca

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